RuhrKunstNachbarn



MUSEUMSBESUCH TRIFFT URBANES LERNEN

 

Die Idee der RuhrKunstNachbarn greifen die LUDWIGGALERIE Schloss Oberhausen und das Lehmbruck Museum Duisburg auf durch die Idee eines Freundschaftsprojekts:

LUDWIG TRIFFT WILHELM

Wer ist Herr Wilhelm? Und was macht Herr Ludwig? Was haben die beiden gemeinsam? Geschichte und Ursprung der Partnermuseen als Stiftermuseen bilden den Einstieg zur Erforschung ihrer Sammlungen und ihres urbanen Umfelds. Auf Postkarten tragen die Schülerinnen und Schüler ihre sensorischen Eindrücke zusammen, zeichnen, frottieren und gestalten Folienzeichnungen im selben Format. Die Karten verknüpfen auf vielfältige Weise das eigene subjektive Empfinden mit den städtischen und musealen Gegebenheiten und dienen dem Austausch zwischen den Museen im Sinne einer fiktiven Brieffreundschaft. Dabei bleiben einige Ansichtskarten der Schülerinnen und Schüler sichtbar in den Museen zurück.

 


RuhrKunstNachbarn
Ein Vermittlungsprojekt der RuhrKunstMuseen
RuhrKunstNachbarn ist ein neues Kooperations- und Vermittlungsprojekt der RuhrKunstMuseen, gefördert durch die Stiftung Mercator. RuhrKunstNachbarn bietet Schülerinnen und Schülern die Möglichkeit einer intensiven Auseinandersetzung mit den Kunstmuseen und ihren Sammlungen sowie der Urbanität des
Ruhrgebiets.
Anlässlich der Europäischen Kulturhauptstadt RUHR.2010 schlossen sich die zwanzig Kunstmuseen des Ruhrgebiets zum Netzwerk der RuhrKunstMuseen zusammen, das sich seither mit gemeinsamen Ausstellungs- und Vermittlungsprojekten auch über die Region hinaus etabliert hat. So sind die beteiligten Museen – gleich ob sie von den Kommunen, von Stiftungen oder privater Hand getragen werden – zu wichtigen kulturellen Knotenpunkten geworden. Sie pflegen nicht nur Kontakt zu anderen Museen und kulturellen Einrichtungen in direkter Nachbarschaft, sondern auch über die Stadtgrenzen hinaus und fördern dadurch die Kommunikation innerhalb der gesamten Rhein-Ruhr-Region.
Ab 2017 wird mit RuhrKunstNachbarn die Zusammenarbeit der RuhrKunstMuseen weiter ausgebaut.
Langfristig soll das auf drei Jahre angelegte Projekt zur nachhaltigen Steigerung der Anerkennung und der Bedeutung kultureller Bildung im Ruhrgebiet beitragen.


RuhrKunstNachbarn – Museumsbesuch trifft Urbanes Lernen
Bereits im vergangenen Jahr begannen die Vorbereitungen für das Vermittlungsprojekt RuhrKunstNachbarn, an dem sich achtzehn RuhrKunstMuseen beteiligen. Jeweils zwei Häuser bilden eine Partnerschaft und haben ein aufeinander aufbauendes Vermittlungskonzept mit Workshops zu einem gemeinsamen Thema entwickelt.
RuhrKunstNachbarn ermöglicht eine intensive Begegnung mit Kunst und urbanem Raum über die Grenzen der Heimatstadt hinaus, um sowohl die kulturelle Vielfalt als auch die Diversität innerhalb der Region erfahrbar zu machen.
Daher sieht das Projekt zwei Museumsbesuche an zwei Tagen unter einem bestimmten Thema vor – zunächst wird das Kunstmuseum der Heimatstadt besucht, danach ein benachbartes RuhrKunstMuseum.
Neben dem Museumsbesuch spielt auch die Erkundung des Stadtraums eine wichtige Rolle. In den zweistündigen Workshops wird auch der urbane Raum mit Hilfe künstlerischer Methoden erforscht. Die Schülerinnen und Schüler erhalten die Möglichkeit, sich mit der eigenen und der gesellschaftlichen Identität auseinanderzusetzen sowie Bedingungen des Zusammenlebens, des städtischen Lebens und Lernens wahrzunehmen. Schon der Weg zwischen Schule und Museum kann Teil der Workshops sein, um Fragen zum Standort des Museums, zur Museumsarchitektur und zum städtischen Umfeld zu verhandeln. Charakteristika der musealen Standorte und Erscheinungsbilder werden dabei erfasst.
Der Besuch des Museums in der Nachbarstadt bedeutet immer auch ein Verlassen des eigenen, bekannten Stadtviertels. Die Kinder und Jugendlichen erweitern dadurch ihren Aktionsradius, lernen andere Städte des Ruhrgebiets kennen und erhalten eine Vorstellung über die kulturellen Möglichkeiten in ihrer unmittelbaren Nähe. RuhrKunstNachbarn möchte langfristig Stadtgrenzen öffnen und dazu einladen, diese regelmäßig zu überschreiten.
Die Workshops der achtzehn teilnehmenden RuhrKunstMuseen richten sich an Schulklassen aller Altersstufen und Schulformen und zielen darauf, den Gedanken der inhaltlichen und strukturellen Vernetzung der RuhrKunstMuseen sowie der Ruhrregion zu veranschaulichen. Dabei kommen zeitgemäße und speziell für dieses Projekt entwickelte Methoden der Kunstvermittlung zum Einsatz, die Kinder und Jugendliche und deren Lebenswirklichkeit direkt einbeziehen.
Besonders Schulen, die noch keine enge Verbindungen zu den einzelnen RuhrKunstMuseen pflegen, möchten wir zur Teilnahme am Projekt RuhrKunstNachbarn einladen. Hier sollen vor allem die Kinder und Jugendlichen angesprochen werden, die über ihr Elternhaus keinen oder nur einen sehr geringen Zugang zu kultureller Bildung erhalten.


RuhrKunstNachbarn – Kosten und Partnerschaften
Der Eintritt in die beiden Museen sowie die Teilnahme an den Workshops sind für alle Schülerinnen und Schüler sowie zwei begleitende Lehrpersonen kostenlos. Alle Materialien, die für die Arbeit im Stadtraum und im Museum erforderlich sind, werden ebenfalls kostenfrei zur Verfügung gestellt. Zum Abschluss erhalten die Schulklassen ein Zertifikat über ihre Teilnahme am Projekt RuhrKunstNachbarn.
Jeweils zwei Museen bilden eine feste Partnerschaft. Zunächst wird das Kunstmuseum der Heimatstadt besucht, danach das benachbarte RuhrKunstMuseum. Schulen können nur Workshops buchen, die das Museum der Heimatstadt mit einbeziehen. Sollten Schulen außerhalb der Partnerstädte an einer Teilnahme interessiert sein, wählen sie das Tandem mit dem nächstgelegenen Museum.

 

Folgende Partnerschaften werden innerhalb des Projektes angeboten:

 

Bochum – Essen
Kunstmuseum Bochum + Museum Folkwang

Bochum – Herne
Kunstmuseum Bochum + Emschertal-Museum Herne, Städtische Galerie
Campusmuseum, Sammlung Moderne + Flottmann-Hallen Herne
Situation Kunst (für Max Imdahl), Bochum + Flottmann-Hallen Herne

Bottrop – Gelsenkirchen
Josef Albers Museum Quadrat Bottrop + Kunstmuseum Gelsenkirchen

Dortmund – Hagen
Museum Ostwall im Dortmunder U + Kunstquartier Hagen (Osthaus Museum/Schumacher Museum)

Dortmund – Witten
Museum Ostwall im Dortmunder U + Märkisches Museum Witten

Duisburg – Oberhausen
Lehmbruck Museum + LUDWIGGALERIE Schloss Oberhausen

Essen – Bochum
Museum Folkwang + Kunstmuseum Bochum

Essen – Mülheim
Museum Folkwang + Kunstmuseum Mülheim an der Ruhr

Gelsenkirchen – Bottrop
Kunstmuseum Gelsenkirchen + Josef Albers Museum Quadrat Bottrop

Hagen – Dortmund
Kunstquartier Hagen (Osthaus Museum/Schumacher Museum) + Museum Ostwall im Dortmunder U

Hamm – Unna
Gustav-Lübcke-Museum Hamm + Zentrum für internationale Lichtkunst Unna

Herne – Bochum
Emschertal-Museum Herne, Städtische Galerie + Kunstmuseum Bochum
Flottmann-Hallen Herne + Campusmuseum, Sammlung Moderne, Bochum
Flottmann-Hallen Herne + Situation Kunst (für Max Imdahl), Bochum

Marl – Recklinghausen
Skulpturenmuseum Glaskasten Marl + Kunsthalle Recklinghausen

Mülheim – Essen
Kunstmuseum Mülheim an der Ruhr + Museum Folkwang

Oberhausen – Duisburg
LUDWIGGALERIE Schloss Oberhausen + Lehmbruck Museum

Recklinghausen – Marl
Kunsthalle Recklinghausen + Skulpturenmuseum Glaskasten Marl

Unna – Hamm
Zentrum für internationale Lichtkunst Unna + Gustav-Lübcke-Museum Hamm

Witten – Dortmund
Märkisches Museum Witten + Museum Ostwall im Dortmunder U

 

RuhrKunstNachbarn – Ablauf, Planung und Kontakt
Die Workshops im Rahmen von RuhrKunstNachbarn sind auf die Dauer von zwei Stunden angelegt.
Überschreitet die Klassenstärke die Anzahl von 25 Schülerinnen und Schüler, wird die Klasse getrennt und es finden zwei parallele Workshops statt.
Informationen zum Ablauf und Auskunft zu den Themenschwerpunkten der einzelnen Partnerschaften erteilt das zentrale Projektbüro der RuhrKunstNachbarn.

 

Für Terminanfragen und Buchungen wenden Sie sich bitte ebenfalls an das Projektbüro:
RuhrKunstNachbarn
Projektbüro im Museum Folkwang
Museumsplatz 1
45128 Essen
T 0201 88 45 174 oder 0201 88 45 327
E ruhrkunstnachbarn@ruhrkunstmuseen.com
Telefonische Servicezeiten montags und donnerstags

 


Kontakt

LUDWIGGALERIE Schloss Oberhausen

Konrad-Adenauer-Allee 46

46049 Oberhausen

Tel 0208 4124928

Fax 0208 4124913


ludwiggalerie@oberhausen.de