Kontakt   Drucken   Suchen   Übersicht


Janosch
Panama und andere Welten

26. September 2010 bis 9. Januar 2011

Die LUDWIGGALERIE Schloss Oberhausen zeigt mit Janosch einen der wichtigsten und beliebtesten Illustratoren und Geschichtenerzähler in Deutschland. In einer mit über 200 Arbeiten sehr umfangreichen Schau wird der Künstler in originalen Aquarellen, Gouachen, Entwurfszeichnungen und Radierungen vorgestellt. Wie sehr Bild und Geschichten miteinander verwoben sind, machen die Entwürfe deutlich. Sie eröffnen einen vertiefenden Einblick in den künstlerischen Schaffensprozess des international renommierten Erzählers mit dem Zeichenstift.

Janosch, als Horst Eckert 1931 in Oberschlesien geboren, veröffentlichte über 300 (Kinder-)Bücher, die in 40 Sprachen übersetzt wurden. Daher sind kleinen wie großen Menschen seine Tiger, Bären und Löwen bestens vertraut. Ihm gelang es, diese wilden Tiere zu bändigen und er machte aus ihnen zahme Hausbewohner. Bär und Tiger haben uns nicht nur gezeigt, was Mut ist, und dass Panama vor der eigenen Haustür liegen kann, sondern auch, wie wichtig Freundschaft ist. Die Geschichten von Schnuddel, Kasper Mütze oder Günter Kastenfrosch beinhalten Botschaften, die nicht nur Kinder spielerisch zum Nachdenken anregen. Janosch gelingt es, generationsübergreifend Werte zu vermitteln, die Phantasie anzuregen und die Menschen zum Lachen zubringen.

Fernab von Panama existieren aber auch andere Welten in seinem Oeuvre, die bisher weniger bekannt sind. Als Kunstmuseum der besonderen Art legt die LUDWIGGALERIE auf diese Werke ein weiteres Augenmerk. Janosch thematisiert heftige die Kritik an der Institution Kirche und zeigt in überspitzten Darstellungen das Beziehungsgeflecht zwischen Mann und Frau. Die Ausstellung arbeitet an der Figur des Bären beispielhaft auf, wie sich gewisse Motive durch sein Werk ziehen und wie groß die Bandbreite einer solchen Figur zwischen Kinderbuchillustration und freier Grafik sein kann.
Wenn Reales und Phantastisches im Panama-Universum und den anderen Welten miteinander verschmelzen, wird das Phänomen Janosch erst in seiner Gesamtheit deutlich. Die Begeisterung, die der Künstler auslöst, zeigt sich seit Jahren bei Kindern wie Erwachsenen und so laden wir Groß und Klein, Alt und Jung ein, in die fantasievollen Bildwelten einzutauchen.


nach oben


Roy Lichtenstein
Posters and more

23. Januar 2011 bis 1 Mai 2011

Als einer der führenden Popartisten hat Roy Lichtenstein sich in besonderer Weise mit dem Plakat beschäftigt. Dabei sind in 35 Jahren über 70 Entwürfe entstanden. Die Präsentation, die vollständig die von ihm entworfenen Plakate vorstellt, gibt einen Gesamtüberblick über das künstlerische Schaffen dieses ungewöhnlichen Künstlers.
Von den frühen Jahren der Comic-Szenen, über die, vom Art Deco angeregte, nur in Teilen gegenständliche Formensprache, bis zu den späten, abgeklärten Landschaften fächert sich sein Oeuvre vor dem Betrachter auf. Die Funktion der Plakate reicht dabei von der Bewerbung der eigenen Ausstellungen in der New Yorker Galerie Leo Castelli über umgesetzte Entwürfe - so des Covers zu „Tintin [Tim und Struppi] in the new world“ - bis zu politischen Plakaten für UNICEF zusammen mit Andy Warhol, Keith Haring u. a.
Neben den eigenhändigen Konzeptionen runden Plakate mit Reproduktionen nach Gemälden und Zeichnungen, die zu Lebzeiten Lichtensteins erschienen, das Bild ab.


nach oben


Artefakt und Naturwunder
Das Leuchterweibchen der Sammlung Ludwig

6. Februar bis 17. April 2011

Im Mittelpunkt dieser sehr qualitätvollen Einraumschau steht das sogen. Leuchter- oder Lüsterweibchen aus der Sammlung Peter und Irene Ludwig. Vermutlich um 1540 in der Nordschweiz entstanden, stammt es entweder aus dem Rathaus von Rapperswil oder hing im Wohnhaus der Auftraggeber Thüring Göldlin und Margareta Muntprat. Umfangen von dem stolzen Geweih eines Eisspross-Vierzehnender-Kronenhirsches, hält die Figur das Allianzwappen des Paares.
Zahlreiche Leihgaben in Form von weiteren Leuchterweibchen, Skulpturen, Gemälden und Grafiken verdeutlichen den Kontext des Stückes und arbeiten die einzigartige Doppelstruktur von Naturding und Kunstwerk dieser wundersamen Gattung heraus.


nach oben


I am serious about not being serious
Elliott Erwitt Fotografie

8. Mai bis 11. September 2011

Der bekannte Magnum-Fotograf, Jahrgang 1928, zeigt in der Ludwig Galerie einen Überblick über sein Schaffen. Hunde und Kinder, Gruppen und Nackte, Museen und Landschaften - niemand ist vor seinem augenzwinkernden und humorvollen Blick sicher.
„I am serious about not being serious“ sagt Erwitt über sich selbst. Der Mensch bzw. das Tier stehen bei ihm im Mittelpunkt. Seine Reisen brachten ihn um die ganze Welt, die Reportagefotos prägen zum Teil bis heute unser Bild von den historischen Vorgängen.
Bereits auf Edward Steichens legendärer Fotoausstellung The Family of Man 1955 im Museum of Modern Art New York vertreten, hat der Amerikaner mit russischen Eltern neben freier Fotografie und zahlreichen Reportagen auch die Mode- und Werbefotografie beeinflusst.
In Zusammenarbeit mit Magnum Photos.


nach oben


Die 7 1/2 Leben des Walter Moers
Vom Kleinen Arschloch über Käp'n Blaubär bis Zamonien

25. September 2011 bis 8. Januar 2012

Erstmals widmet sich eine Ausstellung dem Werk des Zeichners und Autors Walter Moers in all seinen Fassetten. Verbinden die einen seinen Namen mit der politisch stets unkorrekten Comic-Figur des Kleinen Arschlochs, halten ihn die anderen für einen genialen Seemannsgarnspinner, der durch den Blaubär Geschichten für Kinder erzählt. Dritte sehen ihn als Weltenerfinder des Zamonien-Reiches.
Doch Walter Moers hat in seinen 7 ½ Leben noch sehr viel mehr geschaffen. Dabei zeichnet ihn ein unerschöpflicher Figurenreichtum ebenso aus wie ein überbordendes Sprachspiel - beides kann in Oberhausen nun in Originalen studiert werden. Mit zahlreichen Preisen für die verschiedenen Genres ausgestattet, erzählt Moers seine Geschichten mit Ironie und Satire, wobei ihm oft ein Hang zur Groteske eigen ist.
Weit über 100 Werke stellen einen der wichtigsten Geschichtenerfinder Deutschlands in seiner medialen Breite vor, dessen museale Präsentation seit langem überfällig ist.


nach oben
Eine Produktion von: screen-advertising.com