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Die Ludwig Galerie Schloss Oberhausen trauert um Irene Ludwig

Mit großer Trauer reagieren die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Oberhausener Ludwig Galerie auf den unerwarteten Tod der Kunstmäzenin. Seit den 1980er Jahren engagierte sich das Aachener Sammlerehepaar Peter und Irene Ludwig in Oberhausen für die Kunst. In den 1990er Jahren gingen beide den Schritt der Neukonzeption mit und unterstützten den Wandel zur Ludwig Galerie, einem Ausstellungshaus von überregionaler Bedeutung. Oberhausen verlieh ihr als Dank den Ehrenring der Stadt. Nach dem frühen Tod ihres Mannes vor 14 Jahren hat sich Irene Ludwig immer persönlich für die Ludwig Galerie interessiert und eingesetzt. In ihrer liebenswürdigen und klugen Art hat sie die hiesigen Ausstellungen begleitet und kommentiert. Ihre Begeisterung für die Kunst aller Epochen und Länder war dabei eine ganz besondere Bereicherung.
Mit Prof. Dr. hc mult. Irene Ludwig verliert die Ludwig Galerie ihre größte Förderin. Die Kunstwelt verliert eine ihrer wichtigsten Sammlerinnen.
Wir werden sie sehr vermissen.

Dr. Christine Vogt und das Team der Ludwig Galerie Schloss Oberhausen





Sammlung Ludwig

Die LUDWIGGALERIE Schloss Oberhausen verdankt ihren Namen dem Sammlerehepaar Peter und Irene Ludwig. Bereits in den 1980er Jahren hatten sich diese mit dem Ludwig Institut für Kunst der DDR in Oberhausen engagiert. Seit den 1990er Jahren werden Kunstwerke aus ihrer Sammlung unter thematischen Schwerpunkten in Oberhausen zusammengeführt.

Bereits während ihres Studiums in Mainz begannen Peter und Irene Ludwig erste Werke zusammenzutragen. Heute sind es tausende von Objekten, die das einzigartig weite Profil der Sammlung ausmachen. Einzelwerke höchster Qualität wurden ebenso eingebracht wie zusammenhängende Werkgruppen. Zeit- und raumübergreifend sammelt man Artefakte der griechischen Antike, des Mittelalters, aus der Zeit des Barock und Rokoko bis hin zu präkolumbischer Kunst, Kunst aus Afrika, China und Indien und zur zeitgenössischen Kunst mit der amerikanischen Pop-Art und den Werken Pablo Picassos als glanzvollem Höhepunkt. Fayencen, Fliesen, Porzellane, islamische Keramik, Möbel und Kunstgewerbe werden ebenso geschätzt wie die großen Ergebnisse der Malerei und Bildhauerei. Dabei sammelt das Ehepaar erklärtermaßen für die Öffentlichkeit.





Kurzbiografien

Peter Ludwig
Professor Dr. Dr. h.c. mult., geboren am 9. Juli 1925 in Koblenz als Sohn der Eheleute Dr. jur. Fritz Ludwig und Helene Ludwig, geborene Klöckner aus der Familie des Klöckner-Konzerns. Studium der Kunstgeschichte, Archäologie, Vor- und Frühgeschichte und Philosophie an der Universität Mainz. 1950 Dissertation zu „Das Menschenbild Picassos als Ausdruck eines generationsmäßig bedingten Lebensgefühls“. 1951 Heirat mit Irene Monheim. Erfolgreiche Tätigkeit im Familien-unternehmen Monheim / Ludwig Schokolade. Mitglied in zahlreichen Museums-Gremien. Internationale Ehrungen und Auszeichnungen. Peter Ludwig starb im Juli 1996 in Aachen.

Irene Ludwig
Professor Dr. h.c. mult., geboren am 17. Juni 1927 in Aachen als Tochter von Olga Ella und Franz Monheim, Inhaber des traditionsreichen Familienunternehmens in Aachen. Studium der Kunstgeschichte, Archäologie sowie Vor- und Frühgeschichte in Mainz. Mitglied in zahlreichen Museums-Gremien. Internationale Ehrungen und Auszeichnungen. Irene Ludwig starb im Januar 2011 in Aachen.

Das Interesse an Kunst und Kultur wurde sowohl bei Irene als auch bei Peter Ludwig bereits im Elternhaus geweckt. Als Gemeinschaftsleistung bauten die Eheleute ihre Sammlung seit dem gemeinsamen Studium kontinuierlich auf.

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