Großes Schloss (Aktuell)



Vernissage: Sonntag, 26. September 2021, 11:00 Uhr

Der Schmerz des Vaters? Die Trinitarische Pietà zwischen Gotik und Barock

Zu einer Skulptur aus der Sammlung Peter und Irene Ludwig

26.09.2021 bis 09.01.2022

 

Anmeldungen zur Vernissage unter 0208 41249 28 oder ludwiggalerie@oberhausen.de. Es gilt die nachweisliche 3G-Regel und Maskenpflicht.

 

Ausgangspunkt für die thematische Einraum-Schau zur sogenannten "Notgottes", die anschließend auch im Suermondt-Ludwig-Museum Aachen gezeigt wird, sind fünf spätmittelalterliche Skulpturen aus dem Aachener Museum. Unter diesen befindet sich ein mittel- bzw. süddeutsches Stück aus der Sammlung Peter und Irene Ludwig, das mit der großen Stiftung 1977 in die städtische Sammlung übergegangen ist. Erstmals wird diese Skulptur in den Mittelpunkt gerückt und in ihrem ikonografischen Kontext diskutiert. Mit dem erst 1936 in die Kunstgeschichte eingeführten Begriff der "Notgottes" ist das Bild Gottvaters gemeint, der den Leichnam seines Sohnes bzw. den lebend-toten Schmerzensmann dem Betrachter präsentiert. Zu diesem Bildtypus gehört thematisch auch die Geisttaube, die sich jedoch bei etlichen Bildwerken nicht erhalten hat. Nicht selten findet sich für dieses Bildmotiv auch der Begriff des Gnadenstuhls sowie bisweilen auch der "Compassio patris", Erbarmen bzw. Schmerz des Vaters.

 

Das trinitarische Motiv in Gestalt der sogenannten "Notgottes" ist im späten Mittelalter und der frühen Neuzeit häufig in Skulptur und Malerei, aber auch in der Grafik anzutreffen. Neben vereinzelten älteren Publikationen beziehen sich die wenigen neueren Untersuchungen auf die Anfänge dieses Motivs um 1400 und in der ersten Hälfte des 15. Jahrhunderts. Eine umfassendere Darstellung, die die Zeit der größten Verbreitung um 1500 einschließt, fehlt bislang. Auch hat es noch keine Ausstellung zu dieser Thematik gegeben. In dem wissenschaftlichen Essay! Das Bild der Sancta Trinitas mit dem geopferten Erlöser - Passionsmystik und Sakramentskult" von Dr. Dagmar Preising wird die Geschichte der sogenannten "Notgottes" in Malerei, Skulptur und Grafik vom späten Mittelalter bis zu Reformation und Gegenreformation nachgezeichnet. Die verschiedenen Ausprägungen werden dabei nach Typen klassifiziert. Darüber hinaus gilt es, den ikonografischen und funktionalen Kontext der Notgottes-Darstellungen heraus zu stellen. Passionsmystik und Sakramentskult bilden den kulturhistorischen Rahmen für die Entstehung und Verbreitung dieser Ikonografie. Zudem werden verwandte Bildtypen, wie die Engelspietà und der Gnadenstuhl in Gestalt Gottvaters mit Christus am Kreuz diskutiert. Um die Skulptur, die das Zentrum bildet, werden andere sogenannte "Notgottes-Darstellungen" sowie Stücke mit eng verwandten Bildsujets gruppiert, die die Aktualität dieses Themas von der Gotik bis zum Barock verdeutlichen.

Vernissage: Samstag, 2. Oktober 2021 um 19 Uhr

In the Great Castle, extensive renovation work is taking place

03.10.2021 bis 16.01.2021

 

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Kleines Schloss (Aktuell)



The artunion as guest of the LUDWIGGALERIE

PARALLEL – Klaus Sievers and Benjamin Nachtvey

08.08.2021 bis 26.09.2021

 

The Kunstverein Oberhausen e. V. presents the artist BENJAMIN NACHTWEY in his project series "PARALLEL" KLAUS SIEVERS in the panorama gallery and in the cabinet. The “PARALLEL” project of the Oberhausen Art Association shows renowned artists of contemporary art every summer, which is accentuated and reduced to a selection of key works.

 

KLAUS SIEVERS

 

After his teaching position (2010–2012), Klaus Sievers is now active in the fields of drawing / printmaking for the development and coordination of cultural education projects on behalf of the Düsseldorf Cultural Office. In contrast to his literary works, which are partly funny, partly sarcastic and have made him famous beyond the country's borders, he offers varied painting with dark and expressive drawings. Encouragement on the button: “everything will be fine”, or “we'll take care of it my way”.

 

BENJAMIN NACHTWEY

 

In his paintings of the last few years, Benjamin Nachtwey has dealt with cities, motorways and industrial landscapes as well as the theme of the “green” landscape. In the extensive series with both small and large-format pictures and numerous studies that are created in the studio or directly on site, he refers to the world that can be walked and experienced as it is at our feet. His enthusiasm and his interweaving with the subjects are always noticeable. Trying out different textures plays an important role in this.

Kontakt

LUDWIGGALERIE Schloss Oberhausen

Konrad-Adenauer-Allee 46

46049 Oberhausen

Tel 0208 4124928

Fax 0208 4124913


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