Großes Schloss (Vorschau)



Vernissage: Samstag, 22. September 2018, 19 Uhr

DIE GESTE

Kunst zwischen Jubel, Dank und Nachdenklichkeit Meisterwerke aus der Sammlung Peter und Irene Ludwig Von der Antike über Albrecht Dürer bis Roy Lichtenstein

23.09.2018 bis 13.01.2019

 

Mit großem Dank und ebensolchem Jubel feiert die LUDWIGGALERIE ihren 20. Geburtstag. Die Gesten zu solchen Emotionen finden sich - natürlich - auch auf Kunstwerken wieder. Und so ist dies das Grundthema, unter dem Meisterwerke aus der Sammlung Peter und Irene Ludwig in der LUDWIGGALERIE zusammengebracht werden. Mit internationalen Leihgaben bestückt, wird der nonverbalen Kommunikation, der stummen Dichtung, wie Leonardo da Vinci die Kunst benennt, nachgespürt.

 

Dabei treten, ganz im Sinne des Sammlerehepaares, Werke aus unterschiedlichen Zeiten und Weltregionen in einen Dialog. Von der Antike bis heute, von präkolumbianischer Kunst bis zum europäischen Mittelalter und noch sehr viel weiter reicht die Spanne. Die Frage, was die Dinge im Inneren vereint oder auch trennt, ist für die Ludwigs immer eine zentrale gewesen. Die Begegnung der Werke unter einer gemeinsamen Fragestellung führt dieses Interesse weiter. Mit Gesten kann man sich in der Fremde gut verständigen oder genau das Gegenteil erreichen: Vorsicht, wer in Indien den Kopf schüttelt!

 

Wolfgang Mattheuers Jahrhundertschritt ist sicherlich ein Schlüsselwerk für die Geste als Bedeutungsträger im politischen und gesellschaftlichen Kontext. Der stürmische Liebhaber dagegen verkörpert ganz die Wucht der emotionalen Auswirkungen, die das andere Geschlecht auslösen kann. Fingerzeig und Segensgestus, Victory-Zeichen und Stinkefinger, Daumen hoch oder Arbeiterfaust zeugen von vielgebrauchten Handstellungen. Die gestische Malerei findet sich formvollendet in den Schwüngen eines Karl Otto Götz. Aber auch das nachdenkliche „den Kopf-in-die-Hand-stützen“ kennt die ganze Welt. So vereint diese Ausstellung erstaunliche Gesten, bei denen auch die Merkel-Raute - ausgeführt vom Hl. Johannes - nicht fehlt.

 

Ι Ellen Auerbach Ι Belkis Ayón Manso Ι Heike Kati Barath Ι Georg Baselitz Ι Thomas Baumgärtel Ι Caspar Benedikt Beckenkamp Ι Matthias Beckmann Ι Anne Berning Ι Robert Bosshard Ι Claudio Bravo Ι Pieter Brueghel Ι Gudrun Brüne Ι Franz Anton Bustelli Ι Carlo Cignani Ι John Coplans Ι Cornelis van Dalem Ι Walter Dohmen Ι Albrecht Dürer Ι Erró Ι Semëon Natanovič Fajbisovič Ι Gérard Gasiorowski Ι Sighard Gille Ι Peter Gilles Ι Karl Otto Götz Ι Bob Gruen Ι Johannes Grützke Ι Eckart Hahn Ι Keith Haring Ι Xenia Hausner Ι Bernhard Heisig Ι Gottfried Helnwein Ι David Hockney Ι Ottmar Hörl Ι Lambert Hopfer Ι Thomas Huber Ι Daniel Josefsohn Ι Claudia Kaak Ι Kirsten Klöckner Ι Germaine Krull Ι Monika Lioba Lang Ι Roy Lichtenstein Ι Richard Lindner Ι André Lützen Ι Wolfgang Mattheuer Ι Dóra Maurer Ι Meister des Sinziger Kalvarienberges Ι Johann Peter Melchior Ι Pedro da Mena Ι Heiner Meyer Ι Herman van der Mijn Ι Edward Munch Ι Reiner Nachtwey Ι Ernst Wilhelm Nay Ι C. O. Paeffgen Ι Otto Pankok Ι A. R. Penck Ι Pablo Picasso Ι Raimondo Puccinelli Ι Marcanton Raimondi Ι Werner Reuber Ι Gerhard Richter Ι Johanna Roderburg Ι Michail Nikolaevič Romadin Ι James Rosenquist Ι Andreas Rosenthal Ι Svetlin Rusev Ι Laurentius Russinger Ι Gunter Sachs Ι Jürgen Schäfer Ι Egon Schiele Ι Karl Schmidt-Rottluff Ι Bernard Schultze Ι Emil Schumacher Ι Anton Sohn Ι Klaus Staeck Ι Volker Stelzmann Ι Franz von Stuck Ι David Teniers Ι Myriam Thyes Ι Hann Trier Ι Simon Troger Ι Werner Tübke Ι Dietmar Ullrich Ι Andy Warhol Ι Jacob Willemsz. de Wet Ι Su Xinping Ι Hanefi Yeter Ι Dmitry Zhilinsky Ι

 

Gefördert durch die Peter und Irene Ludwig Stiftung und durch die Kunststiftung NRW.

 

Sonntag, 23. September 2018, 12–18 Uhr

 

▶ Museumsfest zum 20-jährigen Jubiläum der LUDWIGGALERIE


Kleines Schloss (Vorschau)



Vernissage: Sonntag, 16. September 2018 um 11 Uhr

STOFFWECHSEL

Die RUHR-CHEMIE in der Fotografie - In Kooperation mit dem LVR-Industriemuseum Oberhausen

16.09.2018 bis 24.02.2019

 

Zum 90-jähringen Bestehen der Ruhrchemie zeigen das LVR-Industriemuseum und die LUDWIGGALERIE erstmals eine große Doppelausstellung zu diesem wichtigen Industriezweig im fotografischen Bild. Seit der Ansiedelung der Ruhrchemie AG in Oberhausen-Holten 1928 haben zahlreiche Fotografen unterschiedlichster Profession – Laien und Profis, mit und ohne Auftrag – das Werk, die dort arbeitenden Menschen und die entstehenden Produkte abgelichtet. Dabei sind prominente Namen zu nennen wie Albert Renger-Patzsch, Hugo Schmölz, Robert Häusser oder Ludwig Windstosser. Doch macht gerade die Heterogenität der Aufnahmen den Reiz der Präsentation aus und manches Foto eines unbekannten Akteurs ist von besonderer Kuriosität.

 

Die Ausstellung im Kleinen Schloss der LUDWIGGALERIE und im nahe gelegenen Peter Behrens-Bau wird durch einen neu angelegten historischen Pfad verbunden. So lässt der Gang zwischen den beiden Stationen zusätzlich ein Stück Industriegeschichte aufleben.

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