Ruth Orkin  Die Welt im Fokus
Fotografien zwischen 1940 und 1960

18. Oktober 2026 bis 14. Februar 2027

 

Die Amerikanerin Ruth Orkin (1921–1985) gehört zu den wenigen professionellen Fotografinnen der 1940er und 1950er Jahre. Mit ihrer präzisen Beobachtungsgabe lässt sie lebendige Aufnahmen entstehen, die das Leben ihrer Zeit festhalten. Obwohl sie in zahlreichen Zeitungen und Magazinen publiziert und ihre Fotografien bereits 1955 Teil der legendären Ausstellung The Family of Man im MoMA sind, ist ihr Werk weltweit bisher wenig präsentiert worden.

Eine ihrer bekanntesten Aufnahmen ist American Girl in Italy aus dem Jahr 1951, in der Orkin die junge Kunststudentin Jinx für ihre Serie Alleinreisende inmitten einer Männergruppe inszeniert. Mit treffendem Blick fertigt die Fotografin Reportagen an, so vergleicht etwa Who Works Harder? Das Leben einer Hausfrau und Mutter mit dem einer Berufstätigen. Sie dokumentiert außerdem Frauen in Beautysalons, am Filmset in Hollywood oder die Bewohner*innen New Yorks, aufgenommen aus ihrem Appartement am Central Park.

Ruth Orkin beginnt bereits im Alter von zehn Jahren zu fotografieren. 1939 studiert sie Fotojournalismus am Los Angeles City College, im selben Jahr entsteht ihre erste große fotografische Serie. Im Alter von nur 17 Jahren durchquert sie die USA mit ihrem Fahrrad und der Kamera auf dem Weg zur Weltausstellung, von Los Angeles nach New York. Als freie Fotografin arbeitet sie später u. a. für die Magazine Life, Look und Ladies’ Home Journal. Mit über 90 Aufnahmen zeigt die Ausstellung in Kooperation mit f³–freiraum für fotografie Berlin und dem Ruth Orkin Photo Archive das facettenreiche Schaffen dieser außergewöhnlichen Fotografin.

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